Aus dem Ukrainischen von Maria Weissenböck. Sommer 1993. Brütende Hitze im Karpatenstädtchen Midny Buky. Mischka hockt in der Datscha seiner Eltern, liest Edgar Allan Poe, hört Pink Floyd und ist in Dzwinka verliebt. Mit Hippie, seinem besten Freund, bilden sie einen eigenen Kosmos und schotten sich von der Außenwelt ab. Als "Brüder und Schwestern im Untergrund " ziehen sie den Hass von Fedja und seiner Proltruppe auf sich. Als die Feindseligkeiten in regelrechten Terror ausarten, schmieden die drei einen Mordplan. Fedja muß sterben ?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.04.2007
Einen "ukrainischen Beatnik-Roman" sieht Ulrich M. Schmid in Ljubko Dereschs Buch über jugendliche Freaks und Kriminelle in der postsowjetischen Ukraine. Er betrachtet die Inszenierung des 1984 geborenen ukrainischen Autors durch den Verlag mit Skepsis. Verglichen mit Dereschs Debütroman "Kult", den er mit sechzehn Jahren geschrieben und der für einigen Rummel gesorgt hatte, hält er vorliegendes Werk für ausgereifter. Die Lektüre des Romans scheint ihm überaus spannend. Allerdings hält er Deresch vor, "künstlerisch nicht immer auf der Höhe zu sein". Etwa bei der Beschreibung eines Orgasmus, die für Schmid nicht wirklich von Sprachkraft zeugt, oder bei den häufig verwendeten typografischen Hervorhebungen. Andererseits bescheinigt er dem Autor einen "eigenen Ton", den er als geradezu "symptomatisch für den Neubeginn der ukrainischen Literatur im 21. Jahrhundert" beurteilt.
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