Das Fernsehen ist das mit großem Abstand wirksamste und wichtigste Medium der letzten sechzig Jahre. Unser Wissen über dieses Medium des schaltbaren Bilds ist demgegenüber allerdings punktuell und vorläufig geblieben: Das Nachdenken über das Fernsehen erfordert offenbar einen neuen Theorietyp, der nur wenig konturiert ist. Wir wissen oftmals gar nicht, was wir über das Fernsehen schon wissen, was wiederum der Theorie zum Nachteil gereicht und ihre Anerkennung verhindert. Die vorliegende Einführung möchte dies ändern. Lorenz Engell schlüsselt den diffusen und fragmentarischen Zustand der Fernsehtheorie auf und entwirft aus begründeter Perspektive und unter Einbeziehung zentraler Ansätze (Günther Anders, Stanley Cavell, Marshall McLuhan) einen grundlegenden Überblick und Zusammenhang einer Theorie des schaltbaren Bilds.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.08.2012
Mit dieser "Fernsehtheorie zur Einführung" hat Lorenz Engell den Mangel an einer zusammenhängenden Theorie über das Fernsehen erfreulicherweise beseitigt, meint Rezensentin Hannah Lühmann. Dem Medienwissenschaftler gelinge es auf sehr "hohem theoretischen Niveau", bekannte und weniger bekannte Ansätze vorzustellen: So liest die Kritikerin etwa, dass der Sinn des Fernsehens nach Meinung des Philosophen Stanley Cavell darin bestehe, sich durch Überwachen der Welt "halbherzig glotzend" zu versichern, während das Fernsehen für die Medienwissenschaftlerin Jane Feuer ein Medium der räumlichen Zusammenschaltung von Familie und Gesellschaft ist, das geeignet sei, die soziale Trennung von Rasse, Klasse und Gender aufrechtzuerhalten. Insbesondere lobt die Rezensentin Engells Untersuchung als gut verständliche Analyse für kommende Entwicklungen des Fernsehmarktes.
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