Aus dem Englischen von Martin Baltes und Rainer Höltschl. Der Titel geht auf einen Druckfehler zurück: Ein Setzer hatte aus dem beabsichtigten "Message" das Wort "Massage" gemacht. McLuhan fand das großartig. Denn sein berühmter Slogan "Das Medium ist die Botschaft" war ein Klischee geworden. Jetzt bot sich die Gelegenheit, ihn ironisch zu brechen und mit neuem Sinn zu versehen. Die grafische Gestaltung betont McLuhans zentrales Argument, dass jedes Medium die menschliche Wahrnehmungsfähigkeit auf seine Weise "massiert", also beeinflusst. Damit wurde aus dem ursprünglichen "The Medium is the Message" der neue Titel "The Medium is the Massage".
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.07.2011
Zum hundertsten Geburtstag des Medientheoretikers Marshall McLuhan ist unter anderem sein einstiges "Kultbuch" von 1967 in deutscher Übersetzung erschienen, das Uwe Justus Wenzel durchgeblättert hat. Der Autor habe in diesem Gemeinschaftsprojekt mit Quentin Fiore, der die Illustrationen und das Layout geliefert und Jerome Agel, der McLuhans Texte zusammengestellt und ein Nachwort geschrieben hat, allerdings lediglich den aus einem Fehler des Setzers resultierenden Titel neu für diese Publikation beigesteuert, lässt der Rezensent wissen. Das Buch erscheint in seiner Gestaltung wie eine Werbebroschüre und will, wie Wenzel vermutet, vor allem transportieren, dass der als geradezu prophetisch verehrte Autor für seine Leser leicht verständlich ist. Im Buch taucht nicht nur McLuhans mittlerweile schon kanonische These vom Medium als Botschaft (message) auf, die auf seine Rezipienten übergreift, sie quasi ?massiert', sondern auch der von ihm geschaffene Begriff des "global village" erscheint hier, so der Rezensent.
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