Hg. vom Kulturwissenschaftlichen Institut im Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen Essen. Die Begründung eines staatsbildenden dritten Monotheismus in Arabien bedeutet eine welthistorische Revolution. Sie steht und fällt mit der Person Muhammads. Als dieser um 613 vor seinen Stamm tritt, um ihn als Gesandter Gottes auf den rechten Weg zu führen, stößt er auf Ablehnung - einzig die Medinenser sind bereit, den Unruhestifter und Spalter von Gemeinschaft bei sich aufzunehmen, und zwar ausgerechnet als Ruhe- und Eintrachtstifter. Was war in Medina anders? Was hat Gott überhaupt durch Muhammad offenbart? Und wie waren die arabischen Stammesgesellschaften beschaffen, die für seine Offenbarung zunächst keine Verwendung hatten?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.02.2002
Volker S. Stahr lobt die Untersuchung der historischen Wurzeln des Islam als "interessanten Fingerzeig" auch zum Verständnis des modernen Islam. Er preist in seiner Kurzkritik die Studie als "lesenswert" und lobt den Autor nachdrücklich für seine Kürze, auch wenn er die "wissenschaftliche Sprache" mitunter etwas schwer verständlich findet.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 15.11.2001
Fast atemlos hat der Rezensent Otto Kallscheuer die Abhandlung von Ludwig Ammann, gehalten am Essener Kulturwissenschaftlichen Institut, verschlungen. Dem Leser gibt der Autor, so Kallscheuer, eine bahnbrechende Hypothese zur Entstehung der neuen monotheistischen Botschaft im 7. Jahrhundert mit auf den Weg. Den Wandel des Islam zum Monotheismus verortet Ammann, so der Rezensent, in Medina, wo Allah fünf rivalisierende Stämme staatsbildend zur islamischen Umma vereinigen und in deren Folge auch den alten Binnenstreit zwischen den Beduinen beilegen und im Dschihad bündeln konnte, schreibt Kallscheuer. Leider aber, bedauert der Rezensent, habe der Autor dem Leser seiner spannenden Ausführungen keinen Handapparat für sein sozial- und islamwissenschaftliches Fachvokabular mit auf den Weg gegeben. Den sollte man, lautet der Wunsch des Rezensenten, in der nächsten Auflage zum besseren Verständnis unbedingt beifügen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.09.2001
In diesem Buch geht es um "einen neuen Entwurf der islamischen Offenbarungsgeschichte", fasst Rezensentin Katajun Amipur das Buch des Islamwissenschaftlers in ihrer kurzen Kritik zusammen. Die Heilsbotschaft des Mohammed wurde in seiner Heimatstadt nicht gebraucht und fand erst in Medina aufgrund der politischen Lage einen fruchtbaren Boden, so die zentrale These diese Buches. Abschließend befindet die Rezensentin, dass es sich um einen gut geschriebenen und spannenden Essay handle, der ein breites Publikum verdient hätte.
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