Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 08.06.2000
Viel Papier für wenig Geld - auf diese durchaus positiv gemeinte Formel komprimiert Christian Thomas seinen Eindruck nach Sichtung des 800 Seiten starken mehrsprachigen Gesamtkatalogs der Kupferstiche des Papierarchitekten Giovanni Battista Piranesi. Erstaunlicherweise sei gerade das kleine Format dazu angetan, den Piranesi-Kosmos "auf eine dem jeweiligen Kupferstich frommende Weise" wiederzugeben. Thomas lobt die besondere Qualität der Reproduktionen, die diese eher billige Publikation den kostbaren und exquisiten Werkausgaben beinahe überlegen macht. Nun erschließt sich zwar dem Laien durch die Besprechung von Thomas das Werk dieses Barockkünstlers in keiner Weise, aber es macht neugierig auf diesen römischen Kupferstecher und "Archäologen der Vergangenheit", dem der Herausgeber Ficacci, Kurator am Istituto Nazionale di Grafica in Rom, einen biographischen Essay gewidmet hat. Eine gute Einführung in das Werk, behauptet Thomas, die jedoch keine neuen Erkenntnisse über den Gegenspieler Winckelmann liefere.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…