Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.04.2000
Thomas Ribi lobt diesen Band für seine übersichtliche, prägnante und allgemeinverständliche Darstellung der römischen Literatur. Dabei gliedere Fuhrmann seine Geschichte konventionell, aber einleuchtend nach Epochen (also nicht nach Gattungen oder anderen Ordnungsprinzipien). Ribi zeichnet kurz Fuhrmanns Gang durch die römische Literaturgeschichte nach - von einer Homer-Übersetzung im dritten Jahrhundert vor Christus bis ins dritte Jahrhundert nach Christus. Die spätantike und christliche Entwicklung schließt Fuhrmann nach Angaben des Rezensenten dabei aus. Bei Fuhrmann erscheine die römische Literatur "als Beispiel einer konsequent `abgeleiteten` Literatur". Über die ganze Dauer der römischen Literatur blieben die griechischen Vorbilder verbindlich - nur die Satire hätten die Römer als eigenständige Literaturform entwickelt. Ribi betont nochmals, dass Fuhrmanns Band gerade auch jenen Lesern Gewinn bringe, die keine alten Sprachen gelernt haben und sich ein Bild von dieser Epoche machen wollen. Auch historische und gesellschaftliche Zusammenhänge stelle Fuhrmann her.
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