Manfred Spitzer

Digitale Demenz

Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen
Cover: Digitale Demenz
Droemer Knaur Verlag, München 2012
ISBN 9783426276037
Gebunden, 368 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Digitale Medien nehmen uns geistige Arbeit ab. Was wir früher einfach mit dem Kopf gemacht haben, wird heute von Computern, Smartphones, Organizern und Navis erledigt. Das birgt immense Gefahren, so der renommierte Gehirnforscher Manfred Spitzer. Die von ihm diskutierten Forschungsergebnisse sind alarmierend: Digitale Medien machen süchtig. Sie schaden langfristig dem Körper und vor allem dem Geist. Wenn wir unsere Hirnarbeit auslagern, lässt das Gedächtnis nach. Nervenzellen sterben ab, und nachwachsende Zellen überleben nicht, weil sie nicht gebraucht werden. Bei Kindern und Jugendlichen wird durch Bildschirmmedien die Lernfähigkeit drastisch vermindert. Die Folgen sind Lese- und Aufmerksamkeitsstörungen, Ängste und Abstumpfung, Schlafstörungen und Depressionen, Übergewicht, Gewaltbereitschaft und sozialer Abstieg.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.09.2012

Verblöden mit Google. Wie das geht, erklärt der Psychologe und Neurowissenschaftler Manfred Spitzer in diesem kontrovers diskutierten Sachbuchbestseller anhand vieler Beispiele. Der Kontroverse will Michael Hanfeld sich gerne anschließen, erscheint ihm Spitzers Feldzug gegen Computer, Internet und Co. doch reichlich überzogen. Die Beziehungen etwa, die der Autor herstellt zwischen Computereinsatz an Schulen, Verdummung, Ego-Shootern und Gewalt möchte Hanfeld so nicht anerkennen. Eindeutige Beweisführungen findet er bei Spitzer eher nicht, allzu wohlfeil kommt ihm die pauschale Verurteilung digitaler Medien daher. Wenn Spitzer gar schrill medienstürmerisch und auch noch selbstmitleidig wird, klappt Hanfeld das Buch entnervt zu.
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