Unbemerkt werden sie uns aus der Tasche gezogen: die persönlichsten Informationen über uns selbst. Mit den nahezu unbegrenzten Möglichkeiten der Datenverarbeitung werden wir nicht nur zum gläsernen Menschen - wir werden ausgebeutet und entmündigt. EU-Datenschutzexperte Jan Philipp Albrecht klärt auf über die Missstände beim Datenschutz, was die Politik tun muss und wie wir uns schützen können.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.05.2014
Der EU-Abgeordnete Jan Philipp Albrecht hat ein unaufgeregtes und ziemlich optimistisches Buch über den Datenschutz geschrieben, trotz des großen Widerstands, mit dem er bei der Datenschutzreform konfrontiert war, berichtet Uwe Ebbinghaus. Vor allem wird deutlich, dass die Mitgliedsländer der EU nach geltendem europäischem Recht eigentlich längst zur Sicherung des Datenschutzes verpflichtet wären, und dass eine Grundverordnung, die eine Umsetzung in nationales Recht verbindlich regelt, keinesfalls unrealistisch ist, erklärt der Rezensent. Zum anderen bestärke Albrecht die These, dass der Datenschutz kein abstraktes Thema, sondern unmittelbar mit der Menschenwürde verbunden ist. Diesen Punkt hätte Ebbinghaus gerne etwas umfangreicher ausgearbeitet bekommen, denn solange die Dramatik des Verlusts des Rechts auf Privatheit noch nicht in vollem Umfang spürbar geworden ist, wird dieser Punkt so manchem Kritiker nicht einleuchten, vermutet der Rezensent.
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