Die 15 Autorinnen dieses erotischen Ratgebers, Lese-Fotobuchs und Nachschlagewerks lassen die Hüllen fallen und erkunden die Bandbreite sexueller Spielarten für Lesben. Eine unverblümte Sexgeschichte führt die Leserin in jedes Kapitel ein; ein Theorieteil liefert die nötigen Erklärungen, Tips und Tricks zu den jeweiligen Techniken und spart Abgründe und Gefahren nicht aus. Zahlreiche Fotos machen jede Stellung und Vorliebe, ob hart oder zart, hautnah erlebbar. Ein umfassendes Glossar läßt keine Fragen offen. Schöner kommen will lesbische Sexualität adäquat wiedergeben und die deutschsprachige Lesbensexbuch-Wüste entsprechend befeuchten.
Andrea Roedig leitet ihre Rezension ein mit ausführlichen Überlegungen zum in den letzten Jahrzehnten aufgestauten Problembestand im Zusammenhang mit lesbischer Sexualität. Ensprechend liest sie den im Quer Verlag erschienen Band auch als Symptom des Stands "lesbischer Befindlichkeiten in den Neunzigerjahren". Die Zeit der Hemmungen durch politische Korrektheiten in Form wie Sprache des Begehrens, so diagnostiziert Roedig, sei ganz offensichtlich vorbei: "Eine Möse ist eine Möse und Ficken ist Ficken". Der handwerkliche Aspekt lesbischer Sexualität werde betont und kenntnisreich vorgestellt. Die Beschreibung der Sexutensilien und die Ratschläge zum Umgang damit schwanken zwischen "Hausfrauentipps und Produktinformation" und ironischen Tonlagen. Die den einzelnen Kapiteln vorangestellten erotischen Erzählungen lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Die Zeit der Euphemismen sei, hält man das Buch für repräsentativ, vorüber. Der nächste Schritt, die Einrichtung von Dark Rooms, Klappen und Puffs, könnte bevor stehen. Die Autorin ist allerdings noch skeptisch und fragt sich, ober der Zeitgeist nicht viel eher in Richtung einer "zarten H&M-Erotik" unterwegs ist.
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