Manuele Fior

Fünftausend Kilometer in der Sekunde

Cover: Fünftausend Kilometer in der Sekunde
Avant Verlag, Berlin 2011
ISBN 9783939080541
Kartoniert, 144 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Maya della Pietra. Piero und Nicola sind zwei ganz normale Jugendliche. Während der eine eher zurückhaltend und ein guter Schüler ist, hält sich der andere für einen Frauenheld, zeigt aber darüber hinaus wenig Ehrgeiz. Eines Tages zieht Lucia mit ihrer Mutter in die Wohnung gegenüber ein und das Leben von Piero verändert sich für immer... Doch die Lebenswege der drei jungen Protagonisten werden wieder auseinander laufen. Während Lucia in Norwegen studiert, Piero in Ägypten archäologische Grabungen anstellt bleibt Nicola in Italien. Eine Graphic-Novel über Sehnsucht und Suche, über Distanz und Nähe und vor allem über eine (un)erfüllte Liebe.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 26.11.2011

Mit "Fünftausend Kilometer in der Sekunde" legt der italienische Comiczeichner Manuele Fior seine vierte Buchveröffentlichung vor, und Rezensent Sven Jachmann ist hingerissen. In der in Italien bereits preisgekrönten Graphic Novel erzähle Fior die Chronologie der Liebesgeschichte zwischen Piero und Lucia, die aufgrund ihrer Zukunftsentscheidungen schon bald voneinander getrennt werden: Während Lucia ein Auslandsemester in Oslo antritt, nimmt Piero einen Job als Archäologe in Kairo an. Fior gehe es hier weniger um die Schilderung des Glücks, so der Kritiker, vielmehr berichte er von den Jahrzehnte währenden Nachwehen dieser unter dem gesellschaftlichen Mobilitätsdruck gescheiterten Liebe. Meisterhaft gelingt es dem Autor, die Gefühle der Figuren durch Farben zu transportieren und so überflüssige Worte zu ersetzen, lobt der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.09.2011

Der Rezensent kommt ganz schön herum mit diesem Comic von Manuele Fior: An die Adria, nach Norwegen, Ägypten und wieder zurück geht die Reise, wenn der Zeichner seine Leser und Betrachter auf eine Dreiecksgeschichte ohne Happy End schickt. Heiner Lünstedt schätzt an Fiors flüssigem Strich vor allem seine Fähigkeit, die Atmosphäre der Orte und die Seelenzustände seiner Figuren darzustellen. Die Panels findet er so schlicht wie schön, und die Kunst des Auslassens, meint Lünstedt beherrscht dieser Autor nahezu perfekt. So kann selbst eine gescheiterte Liebesgeschichte den Rezensenten Glück bescheren.
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