Aus dem Französischen von Claudia Sandberg. Die Saga von Grimr spielt im Island des Jahres 1783. Das Leben auf der Insel ist von extremer Armut und von Hunger geprägt. Durch einen Vulkanausbruch verliert der Junge Grimr seine Familie und sein Zuhause. In einer Gesellschaft, in der die Abstammung maßgeblich den Wert eines Menschen bestimmt, kommt dies fast einem Todesurteil gleich. Dazu kommt die menschenfeindliche und unerbittliche Natur. Der junge Waise weigert sich, sein Leben als Bettler zu fristen und beschließt, seine eigene Legende zu erschaffen und seinen Namen in die Sagen des Landes einzuschreiben ...
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 24.01.2019
Für Frank Meyer gelingt es dem Comic-Autor Jeremie Moreau mit seiner beweglichen Geschichte um Grimr, den Hünen mit Kindergesicht, der sich durch die Fährnisse des Lebens auf der Vulkaninsel Island im 18. Jahrhundert schlägt, die Welt der Sagas ans Heute anzuschließen. Dramaturgie und Bildgestaltung findet Meyer quecksilbrig schön, modern und den Betrachter einladend zu vielfältiger Lektürehaltung. Die schroffe isländische Landschaft und das von Härte und Gewalt geprägte Dasein in jener Zeit weiß der Autor laut Meyer nachvollziehbar abzubilden.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.12.2018
Rezensent Fritz Göttler blättert gebannt in dieser preisgekrönten Graphic Novel von Jeremie Moreau. Als Reflexion über das Wesen der isländischen Sagas und ihrer Helden nimmt er die Geschichte um den vogelfreien jähzornigen Grimr, dem der Prozess wegen des Mordes an einem Offiziellen der dänischen Besatzer Islands droht. Wild findet Göttler den Helden, wild Dramaturgie und Rhythmus des Buches mit seinen panoramatischen, dann wieder kleinteiligen Bildern. Islands Schönheit im Buch betört den Rezensenten. Über die von Göttler erkannten Bezüge der Geschichte zu Halldor Laxness hätten wir gern mehr erfahren.
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