Pablo Neruda war einer der sprachgewaltigsten Dichter Lateinamerikas, ein »Dichter der Liebe« , dessen Verse zu den Schönsten zählen, welche die Literatur je hervorgebracht hat. Aber Pablo Neruda war auch ein politischer Dichter, ein Anwalt der Unterdrückten. Sein Lebensweg vom einfachen Sohn eines Lokomotivführers in Chile bis hin zum weltberühmten Literaturnobelpreisträger gleicht einer spannenden Reise: durch den lateinamerikanischen Kontinent, durch das Europa des Kalten Krieges und durch die Seele eines Mannes, der sich kompromisslos und mutig für eine gerechtere Welt eingesetzt hat. An der Seite seines Freundes Salvador Allende kämpfte Pablo Neruda für die Demokratie in Chile - bis der Militärputsch alle Hoffnung erstickte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.12.2003
Das große Verdienst von Maren Gottschalks Biografie über Pablo Neruda sei, dass sie die Aktualität des Lebens dieses großen Dichters und Literaturnobelpreisträgers in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen stelle, urteilt Roswitha Budeus-Budde in ihrer Besprechung. Die Autorin zeige in ihrer "spannend geschriebenen Biografie", dass die verschiedenen Aspekte seiner Person zusammengesehen werden müssten: Der 1903 geborene Dichter, der auch durch sein politisches Engagement vor allem für die chilenische Demokratie Berühmtheit erlangte, sei Dichter und Politiker zugleich gewesen, fasst die Rezensentin die Überzeugung der Biografin zusammen. Schon früh habe sich in seinem Leben beides vermischt, die Dichterexistenz und das politische Engagement. Zum Verständnis seines Engagement entwerfe Gottschalk ein "genaues Bild" der Geschichte Chiles, dessen französischer Botschafter Neruda in der Zeit der Regierung Salvador Allendes war. Sein Eintreten für die Demokratie Chiles wird Neruda zu einer zu großen Belastung, urteilt die Rezensentin, denn einen Tag nach dem Putsch Augusto Pinochets stirbt der 70-jährige Dichter-Politiker.
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