Nie zuvor hat es eine Epoche wie die unsere gegeben, die sich mit Eifer dem Anfangen, dem Neuen, der Innovation verschrieben hat. Nie zuvor war das Tempo des Verfalls so rasant, nie zuvor überschlugen sich die Veränderungen so turbulent wie heute. Der verblüffende Widerspruch liegt allerdings darin, dass wir trotz der Geringschätzung der Wiederholung umstellt sind von Doubles, Duplikaten, Kopien, Simulationen, Substituten, ganzen Ersatzwelten. Wie soll man sich diesen Gegensatz erklären?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.10.2000
In seiner knappen Besprechung zeigt sich der Rezensent mit dem Kürzel rox. nicht überzeugt von der Studie. Die Autorin, Erziehungswissenschaftlerin in Wiesbaden, versuche einen "epochalen Überblick" unserer Zeit und mache unter den Zeitgenossen zwei Grundtypen aus: den Innovator und den Bewahrer vorgefundener Werte. Doch ihr Buch könne die sich aufdrängende Frage, ob denn in einer "Kopier- und Simulationsgesellschaft, wie es die Autorin ausdrückt, etwas wirklich Neues entstehen kann, nicht befriedigend beantworten, so der enttäuschte Rezensent.
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