Illustrationen von Martina Mair. Mit der Schusseligkeit ist das so eine Sache. Mama ist niemals schusselig. Papa auch nicht. Dafür seufzen sie umso mehr. Weil Matthias seinen Haustürschlüssel vergisst, sein Turnzeug und vieles andere. "Eines Tages wirst du noch vergessen, wo du wohnst", sagt Mama und seufzt. "Sehr witzig", sagt Matthias und geht zu Oma. Denn Oma ist Expertin im Vergessen. An manchen Tagen weiß sie nur Sachen, die mindestens fünfzig Jahre zurückliegen...
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 04.10.2001
Das Anliegen von Marjaleena Lembcke ist Annemarie Schickert bekannt: Stets habe die Autorin in ihren Büchern ein Grundthema, nämlich das vertrauensvolle Miteinander in der selten gewordenen Großfamilie. Die Episode über den achtjährigen Matthias, der ein Buch verlegt und sich ob seiner Schusseligkeit vertrauensvoll an seine Großmutter wendet, hat die Rezensentin mit Genuss verschlungen. Unverkrampft, leicht verständlich, mit Sympathie für fehlerhafte Figuren und mit einem Schuss Moral ohne Pathos schildere Lembcke Bekanntes ohne Langeweile. Sehr gut haben Schickert auch die kleinen Vignetten von Martina Mair gefallen, die pfiffig und voller Liebreiz den Text ergänzten.
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