Aus dem Niederländischen von Meike Blatnik. Meta weiß, wie das abläuft. Immer gleich, wenn ihre Mutter wieder mal verliebt ist. Der neue Mann in Mamas Leben hat einen komischen Namen: Bjarni heißt er, und er ist Isländer. Weswegen der diesjährige Sommerurlaub auch nach Island geht - in das Land von dunklen Vulkanen und heißen Quellen. Mit einem Landrover fahren sie zu dritt durch das "große Nichts" - tagelang nur Steine, Nebel, Gewölk. Es ist anders als die sonstigen Ferien in einem kleinen Dorf im Süden Frankreichs. Während ihre Mutter von der ungewohnten Situation und dem Mann zunehmend angestrengt und genervt ist, findet Meta Gefallen an der rauen Schönheit des Landes. Gerade als sie sich an den Gedanken zu gewöhnen beginnt, dass Bjarni gut in ihres und Mamas Leben passen könnte, muss sie begreifen, dass Beziehungen nicht immer haltbar sind.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.03.2012
Einmal mehr zeigt die niederländische Autorin Marjolijn Hof, dass sie ganz ohne "Beziehungsmarmelade und Betroffenheitsschmalz" zu erzählen vermag, lobt Rezensentin Eva-Maria Magel. In "Nie ist ganz schön lang" liest sie die Geschichte der zwölfjährigen Meetje, die nach den vielen gescheiterten Liebesgeschichten ihrer Mutter darauf hofft, dass sich mit dem neuen Freund der Mutter, dem aus Island stammenden Bjarni, eine Art Familienleben einstellt. Auch wenn sich in einem gemeinsamen Island-Urlaub diese Hoffnung nicht erfüllt, ermöglicht er Meetje einen - wenngleich schmerzhaften - Entwicklungsprozess, so die Kritikerin, die insbesondere den ebenso ruhigen wie intensiven Erzählton der Autorin lobt.
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