Individualisierung ist das Zauberwort von heute. Markus Schroers These lautet, daß sich drei Hauptstränge in der Diskussion um Individualisierung unterscheiden lassen: die negative Individualisierung, die positive Individualisierung und die Hyperindividualisierung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 05.05.2001
Kein leichtes Werk, das. Diese Warnung schickt Martin Hartmann seiner gut geordneten Besprechung voraus. Den Autor stellt er uns vor als "Soziologen vom Fach", der vor seinem Kollegen Ulrich Beck nicht gerade in Ehrfurcht erstarrt. Dessen Untersuchung zum Begriff "Individualisierung" nämlich wird in dem vorliegenden Buch teilweise infrage gestellt. Schroer, so der Rezensent, will zeigen, dass die verschiedenen Deutungen der Individualisierung eine Geschichte haben, dass somit das Thema viel älter ist, als es bei Beck erscheine. Soziologische Ahnenkunde nennt Hartmann das und liest die Ahnentafel runter, von Max Weber bis Georg Simmel, und ordnet sie sogar nach Vorgabe des Autors. Allein die Erleuchtung bleibt irgendwie aus. Vielleicht, so mutmaßt Hartmann, weil Schroer nie wirklich sagt, was er eigentlich unter Individualisierung versteht. Vielleicht, weil offen bleibt, "was etwa Adorno oder Foucault zu Theoretikern der ...Individualisierung macht".
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