Als es Tag wird, brechen die Tiere auf. Sie kommen von den schneebedeckten Bergen und aus der Wüste, sie reisen allein oder zusammen, zu Fuß, mit dem Wasser oder durch die Luft. Sie sind fantastisch geschmückt und jedes trägt ein Geschenk. Auf geheimnisvolle Weise haben alle das gleiche Ziel. Sie versammeln sich am See. Und dort, auf einem Seerosenblatt, sitzt das neugeborene Prinzenkind. Alles an ihm ist ganz königlich.
Eine "uralte biblische Vision" von der friedlichen Koexistenz aller Kreaturen rufen Maranke Rinck und Martijn van der Linden mit ihrem neuen Bilderbuch bei Rezensentin Birgit Dankert wach. Im Buch wird ein Prinzenkind - ein Frosch - geboren, und alle Tiere der Umgebung machen sich auf die Reise, um dem neuen Erdbewohner Geschenke zu bringen. Auf "ethnologische Korrektheit" legen die Autoren dabei zur Freude der Rezensentin ebenso wenig Wert wie auf die Fakten der Biologie. Ihnen gehe es vielmehr darum, ein "märchenhaftes Biotop" aus "romantisch-effektvollen" Tierbildern und einem "poetischen Text" zu schaffen. Wer dieses "luftige" und "leichte" Buch liest, wird festellen, dass ihnen die "Traumbilder für Kinder" gelungen sind, verspricht Dankert.
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