Zusammen mit Mama Sabot. Radioaktiver Müll an den Traumstränden Sardiniens: vom Öko-Skandal zum spannenden Krimi Jahrelang haben Massimo Carlotto und elf investigative Journalisten und Autoren geforscht und einen Öko-Skandal offengelegt. "Tödlicher Staub" ist ein aufregender Thriller und zugleich ein wütender Aufschrei gegen die schmutzigen Machtspiele von Mafia und Militär.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.10.2012
"Tödlicher Staub" ist die erste Koproduktion von Massimo Carlotto mit einer Gruppe junger, sardischer Journalisten, Mama Sabot, berichtet Rezensent Steffen Richter, angeregt von dem Versuch, eine tiefgründige Recherche in der Form eines Krimi zu präsentieren: Auf Sardinien existiert ein militärisches Sperrgebiet, Salto di Quirra, auf dem Nato-Truppen ihre Waffen testen. Eine Folge dessen sei das Quirra-Syndrom: missgebildete Schafe und gehäufte Leukämiefälle. Im Roman wird ein Ex-Soldat von einem "Kombinat" aus Wirtschaft, Politik und Militär beauftragt, eine Veterinärmedizinerin zu überwachen, die sich zu sehr für das Syndrom interessiert, fasst der Rezensent zusammen. Der Roman leiste mehr politische Investigation als die gesamte italienische Presse, lobt Richter das Projekt, auch wenn den Autoren der Bezug zur Realität "wichtiger als der Kunstwille" zu sein scheine.
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