Deutsch-Englisch. Mit einem Vorwort von Jonathan Watts. Die Schweizer Fotografen Monika Fischer und Mathias Braschler nahmen sich vor, auf ihrer 30 000 Kilometer langen Fahrt durch China jeden Tag ein Porträt aufzunehmen. Wen sie treffen würden, wussten sie zuvor meist nicht, und so entstand entlang ihres Wegs ein verblüffendes Kaleidoskop, das die Vielfalt der Bevölkerung quer durch sämtliche Bevölkerungsschichten, viele Ethnien und über alle Altersgruppen hinweg vor Augen führt. Ihre dokumentarische Fotoserie zeigt Gewinner wie Verlierer der gewaltigen Veränderungen im Riesenreich: den Bauer, der ein paar Kilometer vom chinesischen Weltraumzentrum entfernt seinen winzigen Acker noch mit Wasserbüffeln pflügt, den steinreichen Besitzer eines Yacht-Clubs, der lässig vor seinem lila Lamborghini posiert, oder das kleine Mädchen vom Wanderzirkus, das auf dem Tisch steht, der ihm als Bühne dienen muss. Braschler und Fischer nennen ihre Namen, beschreiben ihre Geschichte und bewahren ihre Würde.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.05.2012
Die Schweizer Fotografen Monika Fischer und Mathias Braschler reisten sieben Monate durch China und nahmen dabei jeden Tag ein Porträt von einem Menschen auf, dem sie begegneten. Dass sie auf diese Weise nicht besonders nah an die dargestellten Personen herankommen würden, sei klar, meint Andrea Gnam. Dennoch ist die Rezensentin äußerst angetan von den Bildern und vollauf überzeugt von dem Konzept, auf diese spontane und zufällige Weise die Entwicklung Chinas zu dokumentieren und einen fotografischen Querschnitt durch die Gesellschaft zu erstellen. Ein "eindrucksvolles Kompendium" sei dem Fotografenduo gelungen, bilanziert Gnam und staunt, "wie stark die Bilder im Gedächtnis haften bleiben".
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