Über viele Jahrzehnte war die Bekämpfung des organisierten Verbrechens in Italien von Männern dominiert. Doch seit den 1970ern hat eine neue Generation von Frauen begonnen, gegen die Mafia Widerstand zu leisten. So vertraute Piera Aiello, Augenzeugin bei der Ermordung ihres Mannes, ihr Wissen den Staatsanwälten an und engagiert sich bis heute als Parlamentarierin für einen besseren Schutz der Kronzeugen. Fotografin Letizia Battaglia dokumentiert als Chronistin der Mafia ihre Taten, wie etwa die Ermordung des Bruders des heutigen Staatspräsidenten. Die Journalistin Allessia Candito, mehrfach durch die kalabrische Mafia bedroht, deckt die Verbindungen zwischen Kirche und Mafia auf. Und Laura Garavini setzt mit ihrer Gründung einer Anti-Mafia-Bewegung in Deutschland den Kampf gegen die Mafia auch im deutschsprachigen Raum fort.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.01.2021
Rezensent Matthias Rüb liest das Buch der Journalistin Mathilde Schwabeneder über Frauen im Kampf gegen die organisierte Kriminalität in Italien mit Interesse. Die Porträts von Ermittlerinnen, Bürgermeisterinnen und Kronzeuginnen rufen Rüb die Härte des Kampfes gegen die Mafia in Erinnerung. Vor allem die Geschichte der heutigen Abgeordneten Piera Aiello, die die Mörder ihres Mafia-Mannes verfolgte, hat Rüb beeindruckt. Über das Geschäft der Mafia, auch der nigerianischen, die von Neapel operiert, ihre Strukturen und Methoden erfährt Rüb im Buch allerhand Wissenswertes.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.11.2020
Rezensentin Alexandra Föderl-Schmid kann nicht oft genug sagen, wie mutig die neun von der Journalistin Mathilde Schwabeneder porträtierten Frauen sind. Allesamt stellen sie sich gegen die Mafia in ihrer Heimat Italien, als Kronzeugin, Staatsanwältin, Bürgermeisterin, Journalistin. Wie ihr Engagement genau aussieht und was es für ihr Leben bedeutet, aber auch wie die Mafiastrukturen sich gestalten, wie Camorra und Co. agieren und was die Politik unternimmt beziehungsweise nicht, beschreibt die Autorin laut Rezensentin plastisch und augenöffnend, etwa, indem sie mit der Vizepolizeipräsidentin von Neapel durch die nächtliche Stadt fährt. Für die Rezensentin ohne Frage ein wichtiges Buch.
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