Nachdem er seinen letzten Fall zwischen den sanften Hügeln und üppigen Weinbergen des Piemont lösen durfte, erhält Aurelio Zen nun den Auftrag, vor dem er sich immer gefürchtet hat: Er muss nach Sizilien, wo er auf Geheiß des Innenministeriums die Arbeit der erst kürzlich ins Leben gerufenen Anti-Mafia-Einheit der Staatspolizei überwachen soll. Da das Innenministerium mit der Staatspolizei rivalisiert, steht Zen von Anfang an zwischen den Fronten...
Dieser Kriminalroman um den Vize-Questore Aurelio Zen unterscheidet sich von den fünf vorherigen Bänden, schreibt Tobias Gohlis. Zen, "elegant und wendig", kann sich diesmal nicht mehr Verbrechen und Politik gleichermaßen vom Hals halten. Nachdem drei Frauen ermordet wurden - seine Tochter, seine Mutter und eine Richterin - wird er diesmal zum "Spielball" von Mafia und Politikern und schließlich zum "hilflosen Rächer", erzählt der Rezensent. Zen sei weniger Identifikationsobjekt als Katalysator für immer neue üble Konstellationen aus Geschäft, Politik und Verbrechen. Damit hat der amerikanische Autor Michael Dibdins für ihn "eine der literarisch fruchtbarsten Serienfiguren der Kriminalliteratur geschaffen".
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