Ein schwarzer Hund läuft durch dieses Buch, von Seite zu Seite wird er größer, irgendwann ist er riesig, am Ende jedoch sitzt er brav und klein an der Leine: Aus dem Englischen von Thomas Lindquist. Der schwarze Hund, das ist die Depression, die Matthew Johnstone viele Jahre begleitete. In einer berührenden Bildergeschichte erzählt er davon, wie sie ihn fast umgebracht hätte und wie er es schließlich schaffte,sich Schritt für Schritt wieder von ihr zu befreien. Der schwarze Hund späht um die Ecke. Er legt sich einem auf die Brust und beherrscht die Gedanken. Er sitzt im Kopf und zerfetzt die Erinnerungen. Er lungert daneben, wenn man sich sinnlos betrinkt: Matthew Johnstone findet für den schwer fassbaren Zustand der Depression einfache, zwingende Bilder, die Betroffenen, deren Angehörigen und Freunden helfen können: Sich nicht alleine damit zu fühlen, sich mitteilen zu können, Verständnis zu entwickeln, miteinander darüber ins Gespräch zu kommen und nie die Hoffnung zu verlieren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2008
Der schwarze Hund des Titels, das ist die Depression. Der Autor Matthew Johnstone, der die Krankheit aus eigener Erfahrung nur zu gut kennt, empfiehlt, sie als Tier zu betrachten, das man nicht einfach so wieder loswird und das man, indem man es zu akzeptieren lernt, besser unter Kontrolle bekommt. Der Rezensent Eberhard Rathgeb, der über weite Strecken der recht kurzen Besprechung die Depression aus eigener Anschauung schildert, hält die von Johnstone vorgeschlagene Methode für so lebensklug wie probat. Er betrachtet den "schwarzen Hund" als brauchbares Gleichnis, mit dem der von Depression betroffene auch in Gesellschaft ohne Scheu über seine Krankheit sprechen kann.
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