Matthew McIntosh

Man braucht verdammt lang, um hinzukommen

Roman
Cover: Man braucht verdammt lang, um hinzukommen
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2005
ISBN 9783462036053
Taschenbuch, 336 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Ingo Herzke. Der Roman spielt in einem Vorort von Seattle. Verschiedenste Charaktere schlagen sich mit den Problemen unserer Zeit herum. Sie sind Boxer, Barkeeper, Datenerfassungs-Techniker, exotische Tänzer, Fischer, Mütter, Möchtegern-Könige, Amokläufer und Todgeweihte. Was sie miteinander verbindet, ist die dunkle Region des Herzens - der Verlust von Gemeinsamkeiten und von Glauben, Entfremdung, Trennung, Verlassensein, Gewalt, Alter, Jugend und Liebe. Und dennoch, ob hoffnungslos allein oder verzweifelt bemüht zueinander zu finden, alle suchen nach Erleichterung, nach einem Ausweg, von dem sie glauben, dass es ihn gibt. Sie suchen ihn in Drogen, Sex und Gewalt, in Untergangs- und Auferstehungsvisionen sowie lokalen Sportereignissen...

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 24.09.2005

Harter Tobak, meint Maik Söhler. Erst einmal brauche man ein paar Dutzend Seiten, bis man sich in den zahlreichen Kleinstgeschichten weit genug zurechtgefunden habe, um zu wissen, worum es eigentlich geht. Und wenn man es weiß, frage man sich, ob man das eigentlich wirklich wissen möchte, denn das, was da geschildert wird, ist schlicht eine abgründige Vorstadthölle. Die Figuren können ihr gescheitertes Leben, wenn überhaupt, nur noch mit Alkohol und Drogen ertragen, und wenn nicht, dann bringen sie sich eben um. Positives wie Liebe, Leidenschaft, Spaß oder auch nur Arbeit gibt es nicht oder nicht mehr. Der Rezensent sieht darin die Fortführung der "US-Tradition der realistisch-grausamen Prosa" eines Selby oder Ellroy - ein "hübsch schonungsloses und brutales Buch". Was er von Stil oder Übersetzung hält, lässt er seinen Leser bedauerlicherweise nicht wissen.
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