Aus dem Französischen von Cornelia Wend. Ein vierhändiger Schlagabtausch zweier Meister des politischen Noir: In Lyon wird ein deutsches Ehepaar ermordet, ehemalige Mitglieder einer linksextremen Gruppe. Christine, hartgesottene Kommissarin in einer Antiterroreinheit und nach einer blutigen Aktion gerade erst rehabilitiert, findet am Tatort ein altes Foto: Es zeigt sie selbst als Kind, mit ihrer Mutter, die vor kurzem Selbstmord begangen hat - und einen "Wolfgang". Bei ihren Nachforschungen stößt sie auf eine Mail desselben Wolfgang im Postfach ihrer Mutter, kurz vor deren Selbstmord.Zur gleichen Zeit in der Nähe von Leipzig. Das Haus von Wolfgang und Elke am Rand einer Kiesgrube steht kurz vor dem Abriss. Es ist Zeit, einige im Garten versteckte Relikte aus der Vergangenheit auszugraben, zumal Wolfgang wegen seiner antifaschistischen Twitter-Posts massiv bedroht wird. Christine ahnt nicht, dass in dieser Nacht noch andere auf dem Weg dorthin sind - und dass sie schon bald nichts mehr unter Kontrolle haben wird…
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.03.2022
Rezensent Carsten Germis findet, dass Jerome Leroys und Max Annas' Roman noir klingt wie die deutsche Innenministerin. Vor lauter Klischees verliert Germis bald das Interesse an der eigentlich spannenden Kooperation der beiden namhaften Krimiautoren und ihrer Story um eine hartgesottene französische Ermittlerin auf den Spuren von Rechtsterror und unverbesserlichen Linksradikalen in Leipzig, die Leroy und Annas noch mit allerhand Zwischenmenschlichem garnieren, wie Germis erläutert. Das Genre braucht dringend neue Impulse, ahnt der Rezensent.
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