Gossec, Münchens härtester Antiquitätenhändler, ist auf dem Weg nach Hause. Es ist spät, er hat einige Biere intus, und es geht ihm gehörig gegen den Strich, dass auf dem Gehweg seines Quartiers ein Zivilfahrzeug mit Blaulicht steht und zwei Polizisten einen Schwarzen kontrollieren. Für Gossec ein klarer Fall von Schikane, er mischt sich ein, und es kommt, wie es kommen muss: Beide landen in der Zelle des zuständigen Polizeireviers. Dort allerdings gewinnt Gossec einen neuen Freund, den schwarzen Urbayer Alois Womack.
So beginnt Max Bronskis neuer Krimi, in dem München leuchtet wie eh und je. Aus den Isarauen wehen balsamische Frühlingsdüfte ins Schlachthofviertel, Gossecs Geschäfte laufen wie immer eher mäßig, und die Zumutungen des Lebens lauern überall. Für Alois Womack dagegen läuft alles bestens. Als Musikentertainer ist er gut im Geschäft und für ein Fest bei MCB Immoinvest gebucht. Die urige bayerische Deko, die für dieses Fest noch gebraucht wird, soll Gossec liefern. Ein lukrativer Auftrag mit bösen Folgen: Am Morgen nach dem Fest liegt die Assistentin der Geschäftsführung tot im Park und neben ihr der bewusstlose Alois Womack. Ist er der Mörder? Oder hat ihr Tod etwas mit den Geschäften dieser angeblich so sozialen Immobilienfirma zu tun?
Rezensent Elmar Krekeler fühlt sich von Max Bronskis neuem Kriminalroman wunderbar unterhalten, wie er in seiner besonders originellen und amüsanten Rezension in der Welt deutlich macht. Wieder einmal schickt Bronski seinen grantlerischen Ermittler Gossec durch das Bayern der Gegenwart, lesen wir, diesmal zusammen mit dem "Pygmäen von Obergiesing", einem Halbkongolesen, der in Bayern in der Unterhaltungsbranche tätig ist. Geradlinig und amüsant, so der begeisterte Rezensent, gespickt mit witzigen Karikaturen des Alltags an der Isar, erzählt der Autor von Mord, Korruption, Bier und kongolesischen Regentänzen.
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