Ein Leichenwagen mit drei Särgen fährt durch München. Ziel: das Krematorium. Die Papiere der Toten sind alle gefälscht; offensichtlich geht es darum, Leichen illegal verschwinden zu lassen. Der scheintote Oskar erwacht auf der Fahrt plötzlich zum Leben und befreit sich aus der klapprigen Totenkiste. Auf der klebt ein Zettel, der den vermeintlich Verstorbenen als "Person ohne Identität" ausweist. Und in der Tat, Oskar hat nicht die leiseste Ahnung, wer er ist, wo er herkommt und wie er in diese missliche Lage geraten ist. An der nächsten Ampel ergreift er vorsorglich die Flucht und findet sich, nur mit Boxershorts bekleidet, im Englischen Garten wieder. Zum Glück ist es Sommer, und es herrscht buntes Treiben. Aber wie weiter? Ein abenteuerlicher Selbstfindungstrip nimmt seinen Lauf.
Einen hochfliegenden Roman hat Franz-Maria Sonner alias Max Bronski geschrieben, findet Rezensent Elmar Krekeler, einen Roman, der sich über Genrekonventionen leichtfüßig - oder sollte man sagen: leichtflügelig - hinwegsetzt, einen Roman, in dessen geradezu wahnwitziger Geschichte einer nicht weniger verrückten, zugleich bedrückenden Geschichte nachgegangen wird, der Geschichte Oskars. Dieser wacht zu Beginn des Krimis in einem Sarg auf einem Transporter auf und weiß weder, wie er heißt, noch wie er dort hingekommen ist, warum er diese augenpeinigend hässlichen Unterhosen trägt und vor allem: warum er sich nicht erinnern kann - ein herrlich spannendes, erfrischendes und unterhaltsames Buch, so der erfreute Rezensent.
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