Aus dem Französischen von Ulrich Pröfrock. Handlettering von Olav Korth. Je höher die Inseln von Terra Amata steigen, desto dünner wird die Luft. Während der Rote Marvin und Zakutu die Schicksalselemente schützen, sehen sich Herbert und der Staubkönig gezwungen, den Kampf gegen die Schwärze zu gewinnen, damit ihre Welt den kostbaren Sauerstoff wiedererlangt. Nie war das Ende des Donjon so nah - doch der Widerstand ist auf dem Vormarsch!
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.12.2015
Das vorzeitige Ende der von Joann Sfar und Lewis Trondheim erdachten, ursprünglich auf 300 Bände angelegten Funny-Fantasy-Comicserie "Donjon" scheint Christoph Haas nicht zu betrüben. Dass die beiden Künstler Neues aushecken, scheint ihm sicher. Und was die Serie der Welt des Fantasy-Abenteuers seit 1997 an kuriosen Einfällen hinzugefügt hat, findet Haas ohnehin phänomenal. Eines möchte der Rezensent bei Gelegenheit des letzten, von Mazan gestalteten Bandes allerdings noch klarstellen: Bei Donjon handelt es sich keineswegs um eine Parodie des Genres. Die vielgestaltigen Brechungen, die sich die Autoren erlauben, Gags und Bezüge, löschen den Charme des Abenteuerlichen nicht aus, versichert Haas.
Michael Brake vermutet ja, dass sich die Macher dieser aberwitzig komplexen Fantasie-Parodie Lewis Trondheim, Joann Sfar und Walter in ihrem labyrinthischen Werk selbst nicht mehr auskennen. Die vorerst letzten Bände jedenfalls vermitteln ihm diesen Eindruck. Hier dreht die endlos verästelnde Geschichte um Enten, Drachen und Echsen nun endgültig ins Exorbitante ab, buchstäblich, meint Brake, denn Superbösewichte werden nun mit Düsenkampfanzügen gejagt, auf Drogen oder durch Kampfhasen. Ein ziemliches Durcheinander, befindet der Rezensent, der den früheren Bänden den Vorzug gibt. Am insgesamt und trotz der vielen verschiedenen Beiträger konsistenten Erscheinungsbild der Reihe und an der überbordenden Fantasie und dem derben Humor der Autoren ändert das laut Brake allerdings nichts.
Timur Vermes hält große Stücke auf diesen Trumm von einem Comic-Fantasy-Sammelband. Was die beiden Hauptverantwortlichen Zeichner Joann Sfar und Lewis Trondheim und ihre laut Vermes nicht minder begabten Auftragszeichner in 36 Bänden und auf sage und schreibe 1500 Seiten an abwechslungsreicher Unterhaltung, gewitzten Dialogen und visueller Leichtigkeit bieten, findet Vermes atemberaubend. Dass die mal verstörend düster, mal urkomisch rüberkommende Geschichte um die Fantasyfestung Donjon und ihre Bewohner mit diesem Band endgültig abgeschlossen sein soll, hält Vermes für jammerschade.
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