Michael Borgolte

Weltgeschichte als Stiftungsgeschichte

Von 3000 v.u.Z. bis 1500 u.Z.
Cover: Weltgeschichte als Stiftungsgeschichte
Theiss Verlag, Darmstadt 2018
ISBN 9783534269624
Gebunden, 736 Seiten, 79,95 EUR

Klappentext

Was bewegt Menschen dazu, auf einen Teil ihres Besitzes zu verzichten? Warum geben Sie Geld und Gut weg? Zu allen Zeiten und in allen Kulturen stifteten Menschen Vermögen - für das Allgemeinwohl, aber auch für ihr Andenken und Seelenheil. Sie unterstützen Arme und Kranke, fördern religiöse Kulte oder Kunst und Wissenschaft. Stiftungen sind ein grundlegendes soziales Phänomen, an dem sich das Gefüge der ganzen jeweiligen Gesellschaft ablesen lässt. Der Universalhistoriker Michael Borgolte, der sich seit Jahrzehnten mit weltweiten gesellschaftlichen Vergleichen beschäftigt, legt die erste Weltgeschichte der Stiftungen vor, von 3000 v.Chr. bis 1500 n.Chr. und vom Alten Ägypten über Persien, die Induskulturen und China bis zum Judentum, dem Islam und nicht zuletzt, breit ausgeführt, zum christlichen Mittelalter.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.08.2018

Rezensent Helmut Zander freut sich über die Grundsatzarbeit des Historikers Michael Borgolte. Menschheitsgeschichte als Stiftungsgeschichte präsentiert ihm der Autor in seinem Buch und damit das Ergebnis jahrelanger Forschung auf dem Gebiet, versichert Zander. Von den Pharaonen bis heute führt der Autor laut Zander den Nachweis, liefert Beobachtungen und führt anhand seiner Begriffsdefinition durch die Jahrtausende. Für Zander hätte die Analyse noch systmatischer sein dürfen, um etwa den Unterschied zwischen Stiftung und Genossenschaft besser sichtbar zu machen und europäische und andere Stiftungskonzepte zu unterscheiden. Borgoltes kulturelle Kontextualisierungen hält Zander hingegen für unverzichtbar, eine gute Grundlage für weitere Forschungen, findet er.

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