Aus dem Amerikanischen von Reiner Pfleiderer. Er ist ein lausiger Baseballspieler. Umso merkwürdiger, dass Ethan plötzlich von einem Talentspäher und Abgesandten aus einer anderen Welt dazu ausersehen wird, gegen den Kojoten, den Verursacher alles Bösen, in den Kampf zu ziehen. Eine nicht gerade Furcht erregende, aber sehr absonderliche Truppe aus fantastischen Gestalten zieht mit Ethan und seiner Freundin Jennifer los, um die Welt - nein: die Welten! - zu retten.
"Einen der schönsten Jugendromane der letzten Jahre" sieht Rezensent Maik Söhler in Michael Chabons fantastische Geschichte um den elfjährigen Ethan, der Baseball hasst, "weil in seinem Regelwerk Missgeschicke als Fehler gezählt werden" (und Missgeschicke sind Ethans Königsdisziplin), dem aber beschieden ist, die Welt zu retten, und das auch noch beim Baseball. Die Welt, erklärt der Rezensent, sind eigentlich mehrere Parallelwelten, von denen nur eine, "Mittelland", eine menschliche Welt ist. Die, so der Rezensent weiter, drohe auszusterben, weil Ethans Gegenspieler Kojote plane, deren lebenswichtige Quelle zu vergiften. Der Rezensent zeigt sich beeindruckt, wie sprudelnd und endlos Charbons Fantasie, wie "reichlich und liebevoll ausgestattet" sein Fantasieuniversum ist. Und nie, bemerkt er lobend, drifte der Autor vom Mythischen gleich ab ins Esoterische, so wenig wie er sich auf plakative Gegensätze zwischen Gut und Böse einlasse.
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