Zweisprachig Englisch / Deutsch. Michael Kenna gilt als einer der renommiertesten Landschaftsfotografen der Gegenwart. Seine meditativen, stark reduzierten Schwarz-Weiß- Aufnahmen besitzen eine unverwechselbare formale Einfachheit. Japan ist seit mehr als 30 Jahren ein wesentlicher Bestandteil seines OEvres. Kenna gelingt in meisterhaften Bildern eine Annäherung an die einfache Schönheit japanischer Formen. Dies wird unterstützt durch die außergewöhnliche Konzeption dieses Buches: Yvonne Meyer-Lohr schafft für den Leser durch nachdenklich-kontemplative Texte und ein subtiles Design ein noch stärkeres visuelles Erlebnis. Dabei steht jeweils ein formales Thema im Vordergrund - die See, das Land, Bäume, Geist und Himmel - und verdeutlicht die enge Verwobenheit der japanischen Kultur mit der Natur. Dieses Buch eröffnet faszinierende Einsichten in das ästhetische Feingefühl der japanischen Seele.
Uwe Schmitt versinkt förmlich in den Fotos, die Michael Kenna aus Japan mitgebracht hat. 250 Schwarzweiß-Bilder vom Meister der Landschaftsfotografie, die dem Betrachter, darauf besteht der Rezensent, allerdings nur eine Seite Japans zeigen: Zen-Japan. Wers mag, meint Schmitt, dem entlocken die Langzeitbelichtungen von Bäumen, Stegen und Buddhafiguren im Dämmer, Nebel oder Wolkenmeer Laute des Entzückens. Die durchweg feine Komposition der Bilder findet Schmitt meisterlich. Natürlich muss Kennas Purismus das lärmende, oberflächliche Japan ausblenden, gibt der Rezensent zu bedenken. In Ordnung, findet Schmitt. Der Begleittext über Baumseelen und Tränen ist ihm allerdings wirklich zu butterig.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…