Als Mitbegründer der Monty-Python-Truppe wurde Michael Palin berühmt. Mit dem gleichen Herzblut bereist er seit dreißig Jahren die Welt; es zog ihn in den Himalaya und die Sahara, zum Nord- und zum Südpol. Wo er auch hinfährt, danach verschlingen die Briten seine Reisereportagen. Palins jüngstes Projekt: die Entdeckung Europas, wo er mehr blinde Flecken hatte als in jedem exotischen Erdteil. Er besuchte ein Jahr lang 20 Länder, von Lettland über Kroatien, Polen, Deutschland, Tschechien bis in die Türkei. Und sprach dabei mit Fremdenführern, Holzfällern, Models, Literaten, Popstars, Bauern, Künstlern, Mönchen und mit einer echten Schönheitskönigin.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 22.07.2009
Man dürfe sich von dem neuen Buch von Michael Palin nicht täuschen lassen, baut Sylvia Staude falschen Erwartungen vor: Denn erstens sei der deutsche Titel "Europareise" keine angemessene Übersetzung für den Originaltitel "New Europe" und zweitens dürfe man von dem durch die Monty Pythons bekannten Komiker keine lustige Lektüre erwarten. In "Europareise" kommt ausschließlich der Schriftsteller und Reisefilmer zum Zug, stellt die Rezensentin klar. Palin bereiste, ursprünglich für eine BBC-Fernsehserie, 68 Stationen des "neuen alten" östlichen Europas: Bulgarien, Slowenien, Albanien oder auch Ostdeutschland. Die täglichen Notizen, die er sich für die Serie machte, wurden daraufhin verfeinert und in Buchform zusammengefasst. Doch Palin schreibe keine typischen Touristengeschichten, da die BBC im Voraus natürlich viele interessante Begegnungen arrangiert hat, unter anderem mit einem alten Pantomimen, einen gefallenen Schlagerstar oder der bulgarischen weißen Bruderschaft. Die Quantität der bereisten Länder ließe tiefschürfende oder politische Berichte nicht zu, stellt die Rezensentin fest. Aber dennoch könne man absolut sicher sein, schmeichelt Staude dem "gebildeten" Autor, dass detailreiche und spannende "Reise-Dönkes" zu Papier gebracht wurden.
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