Die Aufklärung des autonomen Patienten stellt den Kern jeder medizinischen Behandlung dar. Da zahlreiche Konzepte, welche die Kommunikation mit dem Kranken im Rahmen der gebräuchlichen Aufklärung verbessern wollten, im Alltag keine nachhaltigen Auswirkungen zeigten, bedarf es grundsätzlicher Veränderungen hinsichtlich der Gesprächsintentionen und Strukturen der Kommunikation. Die im Buch behandelten ethischen Aspekte sollen dazu beitragen, eine Verbesserung der Intentionen zu erreichen. Der Autor plädiert für einen umfassenden, wertorientierten Aufklärungsprozess, der auch einen ethisch argumentierbaren Umgang mit den Patientenwünschen einschließt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.01.2004
Stephan Sahm lobt an diesem Buch von Michael Peintinger, dass hier der Autonomiebegriff in einer Weise gedeutet und "begrifflich umspannt" werde, dass er "schließlich mit den nicht selten hemdsärmligen Vorstellungen mancher Bioethiker gar nichts mehr gemein hat". Peintinger geht dabei von den Überlegungen des französischen Medizinethikers Jean-Francois Malherbe aus. Das wichtigste Ergebnis des Buches ist nach Ansicht des Rezensenten, dass der Autor zeigen kann, dass es letztlich der Behandelnde in der Hand hat, ob ihm der Patient "autonom" gegenübertreten kann. Lob bekommt das Buch von Sahm auch dafür, dass "kein Aspekt" unbeachtet bleibe, also etwa auch das Problem der Sterbehilfe behandelt werde.
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