Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999
Der Reiz dieses Buches liegt für Jens Schneider in dem Verzicht "auf jede Dramatisierung" und in der spannend zu lesenden Anhäufung von Dokumenten: Es gebe Interviews mit Bürgerrechtlern, Stasi-Protokolle, Stellungnahmen von Politikern, die von den Autoren gut strukturiert zusammen gestellt worden seien. Auch skurrile Ereignisse treten da zutage, schreibt Schneider, etwa wenn auf einer Demonstration die Hälfte aller Menschen eigens dorthin beordert worden sind, um die Menschen vom Demonstrieren abzuhalten. Bedauerlich findet Schneider, dass - wie die Autoren auch selbst einräumen - nicht ergründet werden konnte, was sich die Dresdner Reformkommunisten überhaupt von einem Dialog mit der Gruppe der 20 versprochen hatten und welche Vorstellungen es in diesem Spektrum für eine politische Zukunft gegeben hat.
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