Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.10.2000
Den Titel des Buchs findet Werner Link zunächst einmal recht irreführend. Denn Staack sei keineswegs der Ansicht, dass "Deutschlands Außenpolitik (...) primär Handelspolitik" sei, und so ist denn auch nicht die Handelspolitik Thema dieses Buchs, sondern vielmehr gerade die Außenpolitik, die "gemeinhin nicht zur Handelspolitik gerechnet" wird. Was genau nun unter einem Handelsstaat nach Staack zu verstehen ist, erläutert Link anschließend, wobei er u. a. internationale Kooperation hervorhebt sowie die `Wohlstandsoptimierung` als vorrangiges Ziel eines Handelsstaats. Die wesentlichsten Kapitel dieser Studie hält der Rezensent durchaus für "instruktiv und lesenswert", allerdings räumt er ein, dass manches darin mittlerweile nicht mehr ganz aktuell ist und durch politische Ereignisse (wie beispielsweise den Kosovo-Krieg) überholt wurde. Insgesamt macht Link auch einige Widersprüchlichkeiten in diesem Band aus, die vom Autor jedoch bisweilen selbst relativiert würden: So etwa dort, wo Staack behauptet, es gebe heute eine `Welt von Handelsstaaten`, obwohl er an anderer Stelle die Ansicht äußert, dass selbst Großbritannien, Frankreich und die Vereinigten Staaten keine Handelsstaaten in der von ihm umrissenen Weise sind.
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