In einem kleinen saarländischen Dorf während der Fußball-WM 1974 setzt der Ex-Bergmann Müller mit seinem Sohn Gerald und einem unerwarteten Helfer einen grausamen Plan in die Tat um. Denn was zunächst im frisch eingerichteten Party-Keller mit nagelneuem Farbfernseher der WM-Geselligkeit dienen soll, wird mehrere junge Frauen das Leben kosten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 07.02.2022
Was Michael Wäser in diesem "Mörder-Roman" aus dem Runxendorf des Jahres 1972 erzählt, lässt der Rezensentin das Blut in den Ader gefrieren. Grausige Details erspart uns Sylvia Staude, sie verrät nur, dass der alte Müller zur Fußball-WM den Keller für sich und seine Sport-Kumpane ausbaut, und sein Sohn Gerald junge Mädchen heranschaffen soll. Staude erkennt vieles wieder von dem, was die Siebziger schrecklich gemacht: die Mofas und die Musik, die Provinzialiät, vor allem jedoch die generelle Gewissenlosigkeit. Mit ihrem Urteil über den Roman hält sie ansonsten hinterm Berg.
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