Friedrich von Prittwitz und Gaffron ist der einzige hochrangige Diplomat, der nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten sein Amt 1933 zur Verfügung stellte. Trotz widrigster Unmstände war Prittwitz als deutscher Botschafter in den Vereinigten Staaten äußerst erfolgreich und hat dort hohes Ansehen genossen. Die vorliegende Studie rekonstruiert die politischen, wirtschaftlichen und militärischen Dimensionen der deutsch-amerikanischen Beziehungen aus der Perspektive des Botschafters. Indem sein Wirken in den internationalen Kontext eingeordnet wird, wird es zum Brennglas, das den Blick auf die deutsch-amerikanischen Beziehungen konzentriert und zugleich, wie durch ein Prisma, in deren verschiedene Facetten aufbricht. Mit Register.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.08.2001
Andreas Rödder verfährt recht streng mit Michael Walas Buch über die deutsch-amerikanischen Beziehungen zwischen 1927 und 1933. Er ordnet es thematisch dem neuen Forschungstrend einer "internationalen Geschichte" zu, die der Autor aber wohl kaum näher zur Kenntnis genommen habe. Einschlägige Studien zur deutschen Außenpolitik am Ende der Weimarer Republik habe er außer acht gelassen. Der Rezensent sieht gravierende Mängel, nicht nur in der analytischen Durchdringung der politischen Vorgänge. Eine "bilanzierende Summe" sei sogar ganz unterblieben.
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