Ausgewählt und mit einer Einleitung von Tadeusz Sobolewski. Aus dem Polnischen von Dagmara Kraus. Miron Białoszewski, Poet, Theatermann, ein Bohemien in Zeiten der Volksrepublik, Gastgeber literarischer Salons im Plattenbau, ein Freigeist der besonderen Art. Białoszewski war eine schillernde Figur. Dabei ist er in Deutschland weitgehend unbekannt. In Polen aber dürfte das Urteil seines Landsmanns Czesław Miłosz breite Zustimmung finden: Białoszewski war möglicherweise der "herausragendste polnische Dichter nach dem Zweiten Weltkrieg". In seinem Tagebuch, hier auf Deutsch mit einem erhellenden Vorwort seines polnischen Herausgebers Tadeusz Sobolewski, legt der Poet sein Leben dar.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.12.2014
Der polnische Dichter Miron Białoszewski ist auch durch seine eigenwillige Sprache und seine Experimentierfreude bekannt geworden, weiß Marta Kijowska, die Lektüre seines "geheimen Tagebuchs" wird dadurch allerdings nicht erleichtert, warnt die Rezensentin. Wer sich aber darauf einlässt, wird von erstaunlich politischen Betrachtungen über Polen überrascht werden, derer sich Białoszewski eigentlich immer enthalten hatte, weil er sich in der Rolle des "ewigen Flaneurs" und des abseitigen Skeptikers gefiel, erklärt Kijowska.
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