Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.10.2001
Für Rezensent Valentin Groebner ist dieses Buch eine "geglückte Annäherung," die unter Einbeziehung lacanianischer Psychoanalyse nach den Formen und Bedingungen der Darstellung jenes "undarstellbaren" Körperteils insbesondere im Hoch- und Spätmittelalter fragt. Richtig dankbar zeigt sich Groebner gegenüber der hier an den Tag gelegten methodischen Überzeugung, "'es' nicht von vornherein zu wissen." Die historischen Kontexte des untersuchten Materials genau zu rekonstruieren: eine so altmodische wie wichtige Tugend, findet er, und "Voraussetzung für kulturwissenschaftliches Arbeiten im 21. Jahrhundert."
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…