Aus dem Amerikanischen von Werner Schmitz. Sie sind zu acht und nennen sich "Asphalt Tribe" - ein Stamm, der auf der Straße zu überleben versucht. Rainbow, die an der Nadel hängt, und der Anarchist Maggot, 2Moro und Jewel, die sich auf dem Strich den Rausch der Clubbing-Nächte verdienen, OG und sein Hund Pest, die kleine Tears und Maybe, die Berichterstatterin. Maybe erzählt von Kälte und Hunger, von Sozialarbeitern und Zuhältern, von durchtanzten Nächten und verschlafenen Tagen, von Stolz und Erniedrigung. Doch der Preis der Freiheit ist hoch und fordert tödlichen Tribut.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.03.2004
"Unspektakulär, bisweilen fast distanziert" lässt Morton Rhue seine Protagonistin von dem harten Leben als Straßenkind in New York erzählen, notiert Cathrin Kahlweit. Obwohl es um Prostitution, Gewalt, Einsamkeit und Tod geht, sei Rhues dritter Roman "kein Buch zum Tränenvergießen". Der amerikanische Autor verkünde keine moralischen Imperative, sondern beschreibe das Leben, wie es eben auch sein könne. Und auch wenn er sich in seinen bisherigen Werken zeitgemäß dem Faschismus und dann der Gewalt an der Schule angenommen hat, ist Rhue für die Rezensentin kein politisch korrekter Autor, der "mit dem "Wohlwollen der Gutmenschen spekuliert". Dafür seien seine Bücher, dieses eingeschlossen, "nicht eindeutig, nicht simpel genug".
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