Aus dem Amerikanischen von Werner Schmitz. Kalon ist zwölf Jahre alt und lebt mit seiner Großmutter und seiner Schwester Nia in einem amerikanischen Großstadtghetto. Der Afroamerikaner will sich aus dem Bandenkrieg, der um ihn herum tobt, raushalten. Das gelingt ihm jedoch nicht lange. Als Nia schwanger wird und die Großmutter ihren Putzjob verliert, muss er irgendwie an Geld rankommen. Er schließt sich der Gang aus seinem Block an und folgt bald den brutalen Gesetzen des Asphaltdschungels.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.02.2009
Morton Rhue, berühmt als Autor des Jugendbuch-Klassikers "Die Welle", erzählt in "Ghetto Kidz" die Geschichte eines Abstiegs in die Kriminalität. Sein Held heißt Kalon, er lebt in der durch und durch finster gezeichneten Welt der von Schwarzen bewohnten Sozialbau-Projects und er hat keine Chance, seinem Schicksal, das in Verbrechen und soziales Abseits führt, zu entgehen. Rezensentin Shirin Sojitrawalla findet diesen Fatalismus nicht unproblematisch - alles in allem scheint ihr das alles zwar plakativ, aber doch so bezwingend erzählt, dass Kalons Laufbahn in die Kriminalität sehr plausibel wird. Allen, die sich für die schreiend ungerechten Lebensverhältnisse der schwarzen Unterschicht interessieren, empfiehlt sie den Band, der ihrer Ansicht nach auch "als Handreichung für Barack Obama" taugt.
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