Aus dem Englischen übersetzt von Lucien Deprijck. Vor den Toren Jerusalems kommt es zu einer Tragödie, als ein mit palästinensischen Kindern besetzter Schulbus von einem Sattelschlepper gerammt wird und in Flammen aufgeht. Ungeklärte Zuständigkeiten und lähmende Bürokratie im Grenzgebiet verhindern ein schnelles Eingreifen der Rettungskräfte. Am Unfallort treffen israelische und palästinensische Menschen aufeinander, die gemeinsam versuchen den Kindern zu helfen. Ausgehend von diesem Ereignis werden ihre unterschiedlichen Lebensgeschichten erzählt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.09.2024
Die deutschen Verlage zögerten mit der Veröffentlichung des mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnete Buch von Nathan Thrall, berichtet Rezensent Tomas Avenarius, aus Angst vor den Reaktionen. Der Autor nimmt das Leben des Palästinensers Abed Salama in den Blick, dessen Sohn bei einem schlimmen Busunglück stirbt; er lebt im Westjordanland und ist dort jeden Tag mit den von Israel begangenen Völkerrechtsverletzungen konfrontiert. Den "Besatzungsalltag" mit allen Schikanen, aber auch das strenge Regelwerk des muslimischen Lebens Abeds hat Thrall "fast wie besessen detailliert" aufgeschrieben und so ein aufrüttelndes Buch geschaffen, findet Avenarius. Die Leserinnen und Leser werden so die schwierige Lage der Palästinenser verstehen können, glaubt der Rezensent, der den Roman nicht einseitig findet, obwohl sich Thrall auf die Kritik an der israelischen Politik konzentriert.
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