Über Milliarden Jahre entwickelten sich Fische zu Landbewohnern, Reptilien zu Vögeln, Primaten zu Menschen. In der Paläontologie und Archäologie suchen Forscher nach genau solchen Fossilien, nach evolutionären Meilensteinen, die den Lauf und die Geschichte des Lebens veränderten. In den letzten zweihundert Jahren waren Funde wie diese die einzige zuverlässige Methode, um den Verlauf der Evolution nachzeichnen und verstehen zu können. Doch die moderne Paläontologie steht derzeit an einem entscheidenden Wendepunkt: Die Entdeckung von DNA und die fortschreitende Technisierung eröffnen dem Wissenschaftszweig neue Möglichkeiten. Die Untersuchung von Fossilien mithilfe von DNA hilft der Forschung dabei, die zentralen Fragen unserer Existenz zu beantworten: Wie kommt es zu den großen evolutionären Veränderungen? Ist unser Dasein auf der Erde das Produkt reinen Zufalls?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.03.2021
Mit großem Interesse hat Rezensent Thomas Weber dieses Buch gelesen, in dem ihm der in Chicago lehrende Paläontologe Neil Shubin anhand der Genetik und Embyrologe die Geschichte der Evolution erzählt. Der Kritiker lernt hier, dass Lungen bereits existierten, bevor die ersten Tiere Land betraten oder wie aus Flossen Beine entstanden. Anschauungsreich kombiniert Shubin historische Forschungen, etwa des britischen Zoologen St. George Jackson Mivart, mit eigenen Forschungserkenntnissen aus seinem Fachbereich, der modernen Paläontologie, lobt der Rezensent, der das Buch als exzellentes Überblickswerk empfiehlt.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 09.03.2021
Rezensentin Susanne Billig verdankt dem neuen Buch des amerikanischen Paläontologen und Evulotionsbiologen Neil Shubin bemerkenswerte Erkenntnisse. Wenn der Autor ihr hier die Evolution anhand der Geschichte ihrer Erforschung erzählt, die Evolutions- und Molekulargenetik in den Mittelpunkt stellt und erläutert, wie bedeutsam Viren für die Evolution sind, erkennt die Kritikerin sofort die Aktualität des Buches. Darüber hinaus schreibe Shubin "persönlich" und spannend, mit Blick auf Experimente, Rückschläge und Durchbrüche, schließt die Rezensentin, die allerdings schlucken muss, wenn sie liest, wieviele Tiere ihr Leben in Laboren für die Evolutionsforschung lassen mussten.
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