Volker Storch, Ulrich Welsch, Michael Wink

Evolutionsbiologie

Cover: Evolutionsbiologie
Springer Verlag, Berlin - Heidelberg 2001
ISBN 9783540418801
Gebunden, 450 Seiten, 34,95 EUR

Klappentext

Mit 242 Abbildungen. Kennen Sie die Pantoffelkoralle Calceola? Oder Zaphrentis aus der Ordnung Rugosa? Favosites? Die Kettenkoralle Halysites? Nie gehört? Interessant, denn Sie laufen möglicherweise darauf herum. Zaphrentis lebten im Paläozoikum im Flachmeer des Rheinlandes, und die dreieckigen Pantoffelkorallen befestigten ihre gehäuseähnlichen Skelette auf den marinen Kalksubstraten in der Eifel und im Hunsrück. Hautnah erleben können Sie die Entfaltung mariner Organismen die gesamte Erdgeschichte hindurch in dieser umfassenden Darstellung der Evolutionsbiologie. Molekularbiolgische Forschungsansätze werden ebenso behandelt wie die verschiedenen Evolutionstheorien; "molekulare Fenster" (z.B. die Evolution einzelner Gene), die Einblick in spezifische evolutionsbiologische Fragestellungen gewähren, werden aufgezeigt; die Evolution des Menschen ist ein weiteres wesentliches Thema.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.01.2002

Die Rezensentin Manuela Lenz hält dieses Buch für sehr gelungen und stellt fest, dass es sich insgesamt auf "anspruchsvolle" und "ausführliche" Weise mit der Evolutionsbiologie beschäftigt. Das von Volker Storch, Ulrich Welsch und Michael Wink herausgegebene Werk gebe mit seinen Schilderungen der unterschiedlichen Tier- und Pflanzengruppen ein hervorragendes "Lehrbuch" ab, wenn es nicht mit vielen "meist spannenden Exkursen" aufgelockert würde, die zu kontinuierlicher Lektüre einladen, so Lenzen begeistert. Sie betont, dass das Buch einen Akzent auf moralische Fragen legt und die Frage nach der menschlichen Verantwortung im Evolutionsprozess stellt.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.01.2002

Rainer Erlinger ist von diesem Buch über Evolutionsbiologie, das sich an alle Interessierten und nicht etwa an ein Fachpublikum wendet, sehr angetan. Er hebt hervor, dass die drei Autoren über die bloße "Faktenvermittlung hinaus" gehen und findet es besonders lobenswert, wie es den Autoren gelingt, die "aktive wie passive" Rolle des Menschen im Evolutionsprozess darzustellen. In den Kapiteln über die "klassische Einteilung" der Methoden sieht der Rezensent das Buch sogar auf anspruchsvolle Weise in die "Tiefe der Wissenschaft" tauchen. Schade sei allerdings, dass so "aktuelle" Themen wie Intelligenz und Moral nur kurz angerissen werden könnten, so Erlinger bedauernd. Dies lastet er allerdings nicht so sehr den Autoren an, sondern findet es "bezeichnend" für die "Krise" der Biowissenschaften.

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