Eines Morgens erwacht Abbie Devereaux in einem Alptraum. Gefesselt, mit einer Kapuze über dem Kopf und ohne Gedächtnis findet sie sich in der Gewalt eines Mannes wieder. Er hält sie wie ein Tier in einem dunklen Keller. Er berührt sie. Er erniedrigt sie. Er verspricht, sie umzubringen. Mit dem letzten Rest an Überlebenswillen gelingt Abbie die Flucht zurück ins Leben. Doch dort will niemand ihre Geschichte glauben. Polizei, Ärzte und Psychologen halten ihren Bericht für das Hirngespinst eines pathologischen Opfers.
So recht mag Tobias Gohlis nicht eingestehen, wie prächtig er sich mit diesem Schmöker unterhalten hat, weswegen er es auf die hohen Temperaturen, die Ferienzeit und die Stechmücken schiebt, dass er diesen Thriller in einem Zug durchgelesen hat. Wo doch jeder Krimi-Leser, der etwas auf sich hält, Nicci French doch nur mit einem Naserümpfen bedenkt. So bescheinigt er dem Buch auch nur mit der gebotenen ironischen Distanz, ein "fetziger Urlaubsreißer" zu sein. Außerdem erfahren wir noch, dass es sich bei dem Namen Nicci French um den Nom de Plume eines Autorenpaars handelt, der sich aus Nicci Gerrand und Sean Frech zusammensetzt.
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