Schwarz-weißer Alltag und grauenerregende Morde in der Großstadt: "Molch" lautet die mit Blut verfasste Signatur eines Serienkillers, zu dessen Opfern vornehmlich schöne Frauen zählen. Und während sich ein deprimierter Gebrauchtwagenhändler mit den Lasten des Alterns und Vereinsamens plagt, gerät er nicht ganz zu Unrecht ins Visier der polizeilichen Ermittlungen.
Oliver Ristau hat sich mit spürbarem Vergnügen an dem Comic-Krimi "Molch" gelabt, in dem ein Serienmörder mit Rasiermesser sein Unwesen treibt, und ein Gebrauchtwagenhändler unter Verdacht gerät. Nicolas Mahler und Heinz Wolf sind beide Comiczeichner, im vorliegenden Buch aber hat der bekanntere Mahler die Story geschrieben, die Bilder stammen vom bisher weniger bekannten österreichischen Zeichner Wolf, erklärt der Rezensent. Dass die Figuren mitunter etwas "stereotyp" geraten sind und die Frauen durchweg als verhasste Zicken gezeigt werden - alles geschenkt, wenn es nach Ristau geht. Denn der Comic erinnert ihn in seiner gelungenen Mischung aus schwarzem Humor, Groteske und Tragikomödie an die grandiosen Geschichten von Jack Davis. In "Molch" tritt den Lesern einmal mehr die "mühsam gezähmte Bestie Mensch" entgegen, so der Rezensent anerkennend.
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