Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999
In einer Sammelrezension bespricht Michael Jeismann den Band zusammen mit der "Mediengeschichte der Bundesrepublik Deutschland" (herausgegeben von Jürgen Wilke im Böhlau Verlag) und Ulrike Hicks "Geschichte der optischen Medien" (Wilhelm Fink Verlag).
1) "Flimmerkiste"
Dieser Band biete eine Art "Familienalbum" der deutschen Fernsehgeschichte und einen unterhaltsamen Streifzug durch die Geschichte der Fernsehgattungen von der Talkshow bis zum Polit-Magazin.
2) "Mediengeschichte der Bundesrepublik"
Die von Wilke zusammengestellten Essays lobt Jeismann als "unentbehrliches Handbuch" zur Mediengeschichte Deutschlands (wobei die Bundesrepublik prominenter vorkomme als die DDR). An Wolfgang Donsbachs Text zum Berufsbild des Journalisten - einem der Beiträge des Bandes - frappiert Jeismann, dass einer immer qualifizierten Ausbildung der Journalisten eine immer allgemeinere Verflachung der Medien entspreche. Eine Geschichte der Medienkritik und der wirtschaftlichen Aspekte des Themas vermisst Jeismann in seiner sehr wohlwollenden Kritik.
3) "Geschichte der optischen Medien"
Das Buch biete einen Streifzug von der Laterna Magica bis hin zum Kino und beschreibe wie die Wahrnehmung der Wirklichkeit durch diese Medien regelrecht geformt wurde. Es sei zwar nicht leicht zu lesen, erlaube aber einen großen Erkenntnisgewinn.
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