Aus dem Hebräischen von Markus Lemke. Die amerikanische Beratungsfirma MSV steuert Wahlkampagnen rund um den Globus, angeblich im Namen von Demokratie und Gerechtigkeit. Doch die Realität sieht anders aus: Intrigen und Skandale, korrupte Investoren, denen nichts heilig ist. Einem der hochrangigen Campaigner reicht es: Daniel Cay nimmt Kontakt zu einer Gruppe junger Anarchisten auf, die sich im Kampf gegen Globalisierung und Kapitalismus über alle Regeln hinwegsetzen. Man ruft schließlich zu einem gigantischen, weltweiten Streik auf. Mit meisterhaftem Blick für die globalen Zusammenhänge legt Nir Baram seinen Finger in die offenen Wunden eines Systems, das vom Hunger nach Geld und Macht beherrscht wird.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.09.2016
Stefan Weidner lässt die Lektüre von Nir Barams Roman vollkommen trostlos zurück. Das liegt für Weidner weniger an dem auf drei Handlungsebenen geschilderten weltumspannenden politischen und ökonomischen Bankrott, als an Barams stilistischer Schonungslosigkeit. Wo schon der Inhalt um marodierende Revoluzzer, die Kunst schleifen und Wirtschaftsbosse teeren und federn, keinen Trost bringt, findet Weidner, sollte doch wenigstens ein ästhetischer Eigenwert die Leser-Verzweiflung mildern. Barams geschicktes Handlungsarrangement allein aber reicht Weidner dazu nicht.
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