Benjamin Britten zählt zu den universellsten Komponisten der Musikgeschichte. Sein Werk ist von tiefer Humanität geprägt, zeugt jedoch zugleich von der Faszination des Ambivalenten. Norbert Abels legt die erste umfassende Darstellung von Brittens Leben und Werk in deutscher Sprache vor. Aus seiner langjährigen Tätigkeit als renommierter Operndramaturg beleuchtet er insbesondere das Musiktheater des "Orpheus britannicus" in allen Facetten, aber auch die Lieder, das geistliche Werk, die Kompositionen für Kinder, die Musik für Film, Theater und Radio sowie die Kammermusik. Neueste biografische Forschungen werden in diesem profunden Überblick ebenso berücksichtigt wie geistesgeschichtliche Einordnungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 06.10.2017
Hans-Klaus Jungheinrich liest mit Norbert Abels Britten-Buch ein Standardwerk. Auch wenn ihm Abels Deutung der Oper "Peter Grimes" nicht tief genug reicht, im Ganzen findet er Abels Werkdeutungen sensibel und seine Einblicke in Brittens Leben gut zwischen sexualanalytischer Offenheit und allgemeinmenschlicher Orientierung ausbalanciert. Das Buch gehört für Jungheinrich zum Gründlichsten über Britten in deutscher Sprache, wissenschaftlich sorgfältig, quellenstark und fern von jeder lüstern-denunziatorischen Enthüllungspraxis, meint er.
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