Aus dem Norwegischen von Brigitte Mannsperger und Ingunn Tveide. Schwert des Redners oder Begleiterin des Friedens? So unterschiedlich urteilte die Antike über die Redekunst. Der Autor lädt ein zu einem Spaziergang durch eine historische Kulturlandschaft und eröffnet uns damit einen Weg zum Verständnis einer umfassenden praktischen Lebensphilosophie der Antike. Zugleich stellt er die antike Redekunst in ihrer gesellschaftlichen Funktion für Politik und Pädagogik dar und verdeutlicht ihre zentrale Stellung in der griechisch-römischen Kultur.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.02.2002
Der Rhetorik, die heute - von der Unternehmensberatung zur Literaturwissenschaft - allgegenwärtig scheint, einen fest umrissenen Platz und das Wissen um ihre fest umrissene Funktion zurückzugeben, ist die Absicht von Oivind Andersens Studie. Es geht ihr um den Rückbezug auf die Ursprünge und damit, so Rezensent Johan Schloemann, um die "Darstellung der klassischen Rhetorik" von Aristoteles bis Augustin. Diese Darstellung lobt der Rezensent in den höchsten Tönen: Sie ist für ihn eine "ausgesprochen lesbare, fußnotenfreie Einführung", ihre "Leichtigkeit" findet er bewundernswert. Ein Extralob geht an die Übersetzerin Brigitte Mannsperger, die die Zitate aus dem Griechischen und Lateinischen eingedeutscht hat. Nur ein Problem gibt es, nämlich mit der dann doch noch angestrebten aktuellen Anwendung der Rhetorik. Hier bleibt der Autor, findet Schloemann "ebenso idealistisch wie dürftig". Das Fernsehen, so sein etwas merkwürdiger Haupteinwand, kommt überhaupt nicht vor.
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