Zeit kann man nicht sparen, Zeit muss man leben - ein Buch wider den Beschleunigungswahn der westlichen Gesellschaft. Wie kommt es, dass wir von uns ständig behaupten, wir hätten keine Zeit? Wie ist es um eine Gesellschaft bestellt, die sich aus freien Stücken unter das Diktat der Uhr begeben hat und sich dennoch immerzu beklagt über Zeitnot, Zeitdruck und Zeitmangel? Weshalb erliegen wir so oft dem Irrtum, Zeit sparen zu können, indem wir möglichst viele Dinge schneller - und am besten auch noch gleichzeitig - erledigen? Olaf Georg Klein gibt Antworten auf diese Fragen und arbeitet an einer Fülle von anschaulichen Beispielen die historischen, philosophischen und ökonomischen Hintergründe heraus, die unser Zeitverständnis bestimmen. Nicht zuletzt ist sein Buch aber auch ein Plädoyer für einen neuen, anderen Umgang mit Zeit und skizziert, was echte "Zeitsouveränität" bedeuten würde und wie wir sie erlangen können.
Nicht wirklich erwärmen kann sich Rezensent Jörg Plath für Olaf Georg Kleins Buch über "Zeit als Lebenskunst". Das Meiste, was er hier zu lesen bekommt, war ihm schon bekannt, etwa dass Zeit ein menschliches Konstrukt ist, dass man unterscheiden muss zwischen Ereigniszeit, mechanischer Zeit und erlebter Zeit usw. Er konstatiert einigen rhetorischen Aufwand und reiches Ausschmücken mit zahllosen Zitaten von Aristoteles bis Herbert Marcuse. Letztlich scheint ihm das Buch aber auf die Einsicht hinauszulaufen, dass wir heute dabei sind, die Gegenwart zu vergessen. Kleins Plädoyer fürs "Hier und Jetzt" sieht Plath zudem mit einem "Griff in die esoterische Mottenkiste" verbunden: Für Rhythmus statt Takt spreche sich der Autor aus, im Verein mit Körperlichkeit, Balance, Entspannung, Achtsamkeit, Tiefendimension und "Flow-Erfahrung", die nicht weiter erläutert werde. Auch wenn Plath einräumt, dass die Ausführungen nicht unbedingt falsch sein müssen, hat ihn das zeitraubende Buch nicht überzeugt.
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